Prüfung (Änderungen nach gesetzlichen Vorgaben vobehalten)

Prüfung in Bayern?

Die aktuelle Prüfungsordnung der Jägerprüfung in Bayern bietet für unsere Prüflinge den entscheidenden Vorteil, dass das Schreckensfach Schrotschießen (verantwortlich für hohe Durchfallquoten in anderen Bundesländern) während des Jagdkurses in aller Ruhe und ohne Druck abgeleistet werden kann.

Die Prüfung umfasst insgesamt drei Teile:

  • schriftliche Prüfung

  • mündliche Prüfung

  • praktische Prüfung

Standort & Begleitung

Der von uns bevorzugte Prüfungsstandort ist Kelheim. Dort begleitet auch mindestens einer unserer Ausbilder unsere Prüflinge.

Es steht aber jedem Schüler frei, an einen anderen Prüfungsstandort zu wechseln.

Prüfungsvoraussetzungen

Zum Prüfungszeitpunkt beträgt das Mindestalter 15,5 Jahre (hier benötigen wir zur Anmeldung eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten).

Die Anmeldung zur Jägerprüfung und Abgabe des Prüfungszeugnisses bei der Prüfungsbehörde übernehmen wir für Sie.

Die folgenden für die Prüfung vorausgesetzten Schießnachweise erarbeiten Sie sich während Ihrer Ausbildung bei uns:

  • 250 geschossene Tontauben, wovon in mindestens einer Serie von 10 Tauben 3 zu treffen sind.

  • Jeweils 5 Schüsse aus Pistole und Revolver.

  • Min. 5 Schüsse in einem Schießkino auf eine jagdliche Realfilmsequenz, die eine Bewegungsjagd auf Schalenwild darstellt oder ein Schießtraining mit Treffernachweis am laufenden Keiler.

schriftliche Prüfung

Aus einem bekannten Fragenkatalog von knapp 1500 Fragen werden 100 Fragen ausgewählt. Die Fragen werden nach dem Multiple-Choice-Verfahren beantwortet, wobei mehrere Antworten richtig sein können. Die Arbeitszeit beträgt 100 Minuten. Sind mehr als 25 Fragen falsch beantwortet, so gilt die schriftliche Prüfung als nicht bestanden.

mündliche Prüfung

Die mündliche Prüfung findet in einer Einzelprüfungssituation statt. Für jedes der 6 folgenden Sachgebiete stehen 10 bis maximal 15 Minuten zur Verfügung, wo anhand von Fragen, Fallbeispielen oder Anschauungsmaterial die Bewerber geprüft werden.

  • Jagdwaffen, Jagd- und Fanggeräte

  • Biologie der Wildarten

  • Rechtliche Vorschriften

  • Wildhege, Jagdbetrieb und jagdliche Praxis

  • Jagdhundewesen

  • Naturschutz, Landbau, Forstwesen, Wild- und Jagdschadensverhütung

Es gibt drei Bewertungsstufen: ausreichend, mangelhaft und ungenügend. Bewerber deren Leistung in einem oder mehreren Sachgebieten mit „ungenügend“ oder in zwei oder mehreren Sachgebieten mit „mangelhaft“ bewertet wurden, haben den mündlichen Teil nicht bestanden.

praktische Prüfung

Die praktische Prüfung besteht aus den Disziplinen Waffenhandhabung und Büchsenschießen.

Disziplin Waffenhandhabung

Die Bewerber haben ausreichende Leistungen in der Handhabung der gebräuchlichen Jagdwaffen (Lang- und Kurzwaffen) nachzuweisen.

Disziplin Büchsenschießen

Beim Büchsenschießen sind 4 Schüsse, davon zwei sitzend aufgelegt und zwei Schüsse nach Wahl des Prüfling stehend angestrichen oder stehend freihändig auf die 100m entfernte Rehbockscheibe abzugeben. Die Anforderungen sind nicht erfüllt, wenn weniger als drei Treffer erzielt werden; als Treffer gelten der getroffene achte bis zehnte Ring. Die Disziplin Büchsenschießen kann bei Nichterreichen der Vorgaben am selben Prüfungstag einmal wiederholt werden.

Bewerber die keine ausreichenden Leistungen bei der Waffenhandhabung oder die Anforderungen beim Büchsenschießen trotz einmaliger Wiederholung nicht erreichen oder gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen haben, haben den praktischen Prüfungsteil nicht bestanden.